A Spy in the C

Papier, seit 2005

Wie kann ich einen Spion zeigen, ohne ihn zu zeigen. Oder die immerwährende Feststellung, wenn man weiß, wie ein Spion aussieht ist ganz offensichtlich etwas falsch gelaufen. Von dieser Frage ausgehend hatte ich mich gefragt, wie ich die Ambivalenz des unsichtbaren Porträts lösen könnte.
Um diese Leerstelle darstellen zu können habe ich mich dazu entschieden, das leere Blatt zu Löchern, bis die Konturen eines Gesichts erkennbar wurden. Nur aus wenigen Blickwinkeln erkennt man die Porträts.
Die weißen Bilder in weißen Rahmen werden genauso Bild- wie Geheimnisträger. Was für konzeptuelle Displayboxen gehalten werden könnte, berichtet von der Doppelbödigkeit des Maskendaseins von Agenten.

Dabei handelt es sich bei den ausgewählten Persönlichkeiten um Atomspione und Spione, die direkt mit diesen in Verbindung standen. Zu den Bildern gehört rückseitig ein Visualisierung des Netzes ihrer Verknüpfungen miteinander.