Simon says ... and you will follow

Raumessay, 2015

n den 1970er Jahren hatten die ersten Computer ihren Weg ins Kinderzimmer gefunden, lange bevor der Commodore 64 kam war es Senso. Der Klinge Apparat wurde eingeschaltet und hat einmal aufgeblinkt und dazu ein elektronisches Hupen von sich gegeben. Dann sollte man auf die Taste, die geblinkt hatte, drücken, es hupte dazu, und so wurde eine Sequenz gestartet, die man sich merken musste. Wer falsch drückte konnte von vorn anfangen. Es gab die Behauptung, das Erinnerungsvermögen würde gestärkt werden. Aber sich Sequenzen von vier Farbfeldern, die von einem Zufallsgenerator gesteuert wurden sich zu merken ist bestenfalls für das Memorieren gut.
Dafür ist mir Senso als solches nicht aus dem Kopf gegangen. Auch bei Steven Spielbergs "seltsame Begegnung der dritten Art" musste ich an Senso denken. Die Außerirdischen und die Menschen kommunizieren auf einer Sequenz von vier Tönen, bis sie einander begegnen.
Es war also Zeit, mehr über Senso zu erfahren. Im Original heißt es Simon, und wurde von dem Mann erfunden, der auch das Computerspiel Pong entwickelte, die Urgroßmutter aller Konsolen.

In dem Raumessay wurden ausgewählte Seiten der Patenturkunde als Blaupausenzeichnungen gezeigt. Die Form des Spielgerätes ist daraus noch nicht zu erkennen.
Diese in Anwendung wird in einer Serie von Grafiken gezeigt, in der sich die Blätter sequenzhaft mit Abbildern meiner Hände füllt, bis das Gerät selbst darunter verschwindet.
Ein Projektor zeigt in ewiger Schleife, wie Simon zum Spieler spricht, diesen herausfordert.