Planet Utopia

Die Bilder aus der Installation „Planet Utopia – eine Demonstration“
50 x 70 cm, Mischtechnik auf Papier, 2019

Der Kosmonaut

Die Volkspolizei

Armee der Affen

Hebt die Fäuste

Schlacht am Big Horn

Blutsbrüder Pierre Briece und Gojko

Freiheit auf Trufamadore

Die Erde verlassen und bleiben

Chaos AD

2020 Arbeit auf Papier Holzschnitt

Wir leben in unsicheren Zeiten. Und nicht selten geschehen die Dinge anders als geplant und werden trotz allem Geschichte. Oder gerade darin liegt der Grund, in Zufall und Chaos. Menschen suchen Sicherheit und Ordnung. Deshalb soll das Chaos seit Anbeginn erklärt werden.

Wir schauen auf den Schmetterling und fragen uns, ob dieser Falter einen Tsunami auslösen wird, eine Havarie in einem Atomkraftwerk oder einfach eine Revolution.

Wir sehen den Aurorafalter in seiner Entfaltung. Wir sehen eine Möglichkeit der Dinge, die kommen können. Wir denken an Moleküle und freie Radikale.

Wir schauen auf das Schiff Aurora in St. Petersburg. Zwei Denkmäler gibt es, eins, wo das Schiff seit Jahrzehnten liegt. Ein anders gibt es, das verweist darauf, wo das Schiff einmal im Wasser war und einen Schuss abgab, und dann war wie immer am Anfang Chaos, und es zeigt sich erst, wenn die Wellen sich glätten, was dann kommt. 102 Jahre nach der Oktoberrevolution, Finsternis lag über der Tiefe, lag über der Urflut. Die Erde war wüst aber nicht leer. Wir leben in unsicheren Zeiten. Die Raupen entpuppen sich.

 

Reinigung der Bibliotheken – Korrespondenzen

Die historischen Dokumente, in denen minutiös aufgezählt wurde, wie viele Tonnen Bücher in Leipzig aus der Nationalbibliothek und anderen Bibliotheken zur Vernichtung gesammelt wurden, sind in der Installation „Reinigung der Bibliotheken“ zu sehen. Die überlagernden Projektionen haben eine Serie von Zeichnungen zur Grundlage, die Kopien von Korrespondenzen. 

 

jeweils 40 cm x 50 cm, bzw 40 cm x 56 cm, Bleistift auf Papier, 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

H.G. Wells – J W Stalin

2017 George Bernard Shaw H.G. Wells Stalin

Die Arbeit sic! von 2017 wurde von vier Grafiken begleitetet, die es in der schwarzen und der Roten Version gibt. Die rote Version hat zusätzlich noch ein Titelblatt. Diese Bilder zitieren ein historisches Dokument, die Gespräche zwischen dem Schriftsteller und Journalisten H.G. Wells (siehe dazu auch die Arbeit The World Set Free) und dem sowjetischen Machthaber Stalin. Wells war einer der weniger westlichen Journalisten, die überhaupt 1934 in die Udssr einreisen durften. Die letzte von mir ausgewählte Frage war, wie würde die Sowjetunion in zehn Jahren aussehen, und wie dann in hundert?

H G Wells – J W Stalin. Schwarze Serie. je 40 x 40 cm, Papier, 2017

 

H G Wells – J W Stalin. Rote Serie. Papier, 2017

nowhere year

2020 Arbeit auf Papier

Wohin sollte man denn 2020 noch reisen? Irgendwie ging nichts voran, selbst die erdachten Orte hatten für eine Zeit ihre Kraft verloren. Der Reisepass kam mir vor wie ein Notizbuch oder Skizzenblock. Seite für Seite keine Option in diesem Jahr in die Ferne zu gehen oder zu schweifen. Ein Visa nach Nirgendwo.

24-teilige Serie, jedes Bild: Papier, 12,5 x 9 cm, 2020

 

 

The World Set Free COVERWORKS

2020 Arbeit auf Papier Coverworks H.G. Wells

Zahlreiche Bilder, die es aus dramaturgischen Gründen nicht in das Buch „The World Set Free“ kamen, sind mit einer farbigen Frottage vom Buchdeckel der Erstausgabe und Kolorierungen zu einer eigenständigen Serie von 60 Bildern geworden. (28 x 21 cm, Mischtechnik auf Papier, 2019-2020) Hier ist offensichtlich eine kleine Auswahl zu sehen.

 

 

 

strade e vicoli

2015 Arbeit auf Papier Camille Corot Franz Horny Heinz Hindorf Joseph A. Koch

Oft macht man sich über die Namen von Straßen wenig Gedanken, es sind für viele Menschen nicht mehr Orientierungshilfen.
In dem Städtchen Olevano in der Nähe von Rom ist besonders auffällig, dass einige Strassen nach auch weniger bekannten deutschen Künstlern benannt sind. Olevano Romano ist seit fast 250 Jahren Ziel deutscher Künstler. Diese Tradition wird durch das Stipendienprogramm der Deutschen Akademie stark gefördert. Als ich dort war sind mir die Strassennamen, in Marmor geschlagen, tagtäglich aufgefallen. Ich habe sie mitgenommen.

A Bosom is a Valley of Water

2019 Petersburg

Die Küste ist die Schnittstelle zwischen dem Land, Lebensraum der Menschen, und dem Meer. Der Hafen ist der menschengemachte Ort, um das Meer bereisen zu können. Es ist ein Ort des Transits, des Handels. St. Petersburg verfügt derzeit über 29 Häfen.Damit öffnet die Stadt die Tore für zahlreiche Geschichten, die mit ihrer eigenen und denen des Meeres verbunden sind. Im Laufe des Aufenthaltes in Sankt Petersburg sind mehrere großformatige Grafiken entstanden, auf denen unterschiedlich Betrachtungen auf das gelenkt werden, was man auf den ersten Blick schwerlich dem Meer ansehen.

Im Laufe der Arbeit bin ich auf die Form der Portolankarte gekommen. Also eine traditionelle Form der Darstellung die einer Landkarte ähnelt. Gezeigt werden die Verbindungen von Häfen. Diese Linien führen zu sehr ästhetischen Verbindungen, deren Sinn sich nur dem Wissenden erschliesst. Die Kartenform und die Küstenlinie der Finnischen Bucht sind die Form und das Display der Grafiken.

Links Alle Weissen Nächte von St. Petersburg Mitte Bravo Zulu rechts Kronstadt

Links Kronstadt rechts Armada

Links Portolan negativ rechts Schmetterlingseffekt

Freedom of Information Act: Carbon Copy

2009 Anthony Blunt FBI

Freedom of Information Act

Seit 1967 ist den Bürgerinnen und Bürgern der Vereinigten Staaten die Einsicht in Regierungsdokumente gestattet. Nach der Watergate-Affäre im Jahr 1974 gab es eine Novellierung. Inzwischen sind historische Fälle der US-Geschichte weitgehend öffentlich zugänglich. Auf der Website des FBI befinden sich auch Informationen zu Anthony Blunt. Die meisten Seiten sind geschwärzt. Es lässt sich kaum noch etwas herausfinden.
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Carbon Copy

Die im Rahmen des Freedom of Information Act veröffentlichten Dokumente über Anthony Blunt scheinen alte Fotokopien zu sein. Analoge Kopiergeräte konnten keine Graustufen erzeugen. So entstanden schwarz-weiße Strukturen als Interpretationen von Bildern oder Farben. Bei den vorliegenden Seiten handelt es sich erneut um Kopien. Das Skript für die Tonaufzeichnung lieferte die Vorlagen für dieses Umkopieren mit Kopierpapier. Die Carbon-Copies selbst befinden sich in der Installation.

 

One Second Distance

2009 Anthony Blunt Arbeit auf Leinwand

Zu sehen ist Anthony Blunt in seinem Arbeitszimmer, der, als er bemerkt, fotografiert worden zu sein, aufblickt. Die Kamera ist gedreht worden und ein zweites Bild gemacht. Diese Bilder wurden übereinander gelegt, man sieht mehr von dem Raum, kann dafür die Person in der Bildmitte durch die Doppelbelichtung weniger gut erkennen.