Alsos Epsilon Toothpaste

2012 Atomwissenschaft Spionage

Diese Broschüre wurde als Materialband zu der gleichnamigen Ausstellung veröffentlicht.

Rosebuds – Hidden Stories of Things

2017 Bronzino Kybernetik Medienarchäologie Zerrspiegel

 

 

Die Ausstellung wurde von einer Publikation begleitet, in der alle Teilnehmenden in wenigen Worten ein oder mehrere Objekte vorstellten, die in der Ausstellung gezeigt wurden.
Von mir kam ein Text über den Zerrspiegel und das Verhältnis von Selfies, einfachen Bildbearbeitungseffekten und Malerei des Manierismus. Ein zweiter Text setzt Form und Gebrauch von Schiefertafeln mit Tablets ins Verhältnis.

48 Seiten
BoD – Books on Demand
978-3-74604989-2

Quick #10—Welt im Spiegel

1958 2013 Atomzeitalter Weltausstellung

 

 

Die Weltausstellung in Brüssel 1958 war eine Manifestation des Atomzeitalters. Das deutsche Wochenmagazin „Der Spiegel“ berichtete darüber. Das „quick pocket magazine“ erlebte in dieser Epoche die beste auflagenstärkste Zeit. So war es für mich naheliegend, die Weltausstellung im „Spiegel“ in die Künstlermagazinreihe der „Quick“-Hefte zu bringen. Zitate und Rückgriffe: Der gesamte Bericht aus dem Spiegel, ohne Text, gespiegelt.

Quick Magazine #10—Welt im Spiegel
2013
40 pages
21 x 14,5 cm

Leichter als Luft — Weltfahrten

2018 Aby Warburg Zeppelin

 

 

Ein Bildessay für das Jahresmagazin des Landesverband Bildende Kunst, Sachsen, 2018, mit einem begleitenden Text zu den Bildstrecken:

Wir tauchen ein, wir heben ab. Buckle up! Es geht auf zu einer neuen Reise ins Warburg-Universum. Dieses ist analog zu Marshall McLuhans Terminus der „Gutenberg-Galaxis“ gewachsen. Meine Arbeit wird mit meistens vorgefundenen Bildern charakterisiert: Bilder des kollektiven Gedächtnisses, deren Kontextverschiebung durch Bildkombinationen und Analogien zu Bildessays werden.
Aby Warburgs „Bildatlas Memnosyne“ setzt eine historische Marke für die Vieldimensionalität der visuellen Welt gegenüber der eindimensionalen Linearität sprachlicher Narration.
Warburgs Bilderatlas ist Ausgangspunkt des vorliegenden Bildessays, der mit einer Reproduktion der dritten Tafel des Bilderatlas beginnt. Wir sehen darauf Abbildungen von Planetenbahnen, dem Mars und von Luftschiffen. Ich zoome heran, aus dem Buch heraus, auf das Luftschiff „Graf Zeppelin“, das 1929 auf Weltreise war. In diesem Jahr hat Warburg seinen Bilderatlas erstmals in der kunsthistorischen Biblioteca Hertziana in Rom vorgestellt (allerdings ohne diese „Tafel C“). Im Verlauf meines Essays werden wir der Luftschifffahrt und deren Mythenbildung durch Originale, Inszenierungen, Interpretation, Dopplungen und Fälschungen, Fiktion und deren Gegenteil begegnen. Die
Bilder stammen von meinen Reisen nach Rom und Olevano Romano, Prag, Friedrichshafen, sowie aus Büchern und Filmen und aus dem Internet.

 

The Girl from Altair IV

2018 Lukas Feireiss Michael Najjar William Shakespeare

 

 

 

Bildessay zu William Shakespeares „Der Surm“ und dessen Interpretation als Science Fiction Film 1956 für das Buch „Planetary Echoes“, herausgegeben von Lukas Feireiss und Michael Najjar.

 

230 Seiten.
89 Abbildungen
Softcover
Leipzig, 2018
ISBN: 9783959051910
16.00 €

Amateur

2013 Louise Bernikow New York René Zechlin Rudolph Abel Spionage Ulrike Boskamp

 

 

 

Bei der Arbeit einem Raumessay zu dem Spion Rudolph Abel wusste ich, dass es zur Ausstellung ein Buch geben würde. Das gab mir die Möglichkeit für den Raum und andererseits das Buch zu überlegen, welches Format für welche Inhalt am besten passen würde. Das Buch also wird von einem Bildessay Rudolph Abel in Massenmedien wie Magazinen oder Spielfilme eröffnet. Louise Bernikow 1970 bat ich zu schreiben, wie es dazu kam, dass sie als junge Frau ausgerechnet als erstes Buch eine Biografie über  Abel schrieb. Der „Eiskrem-Kaiser“ berichtet davon. Ulrike Boskamp schrieb einen Text darüber bei, wie und wann Künstler beim Zeichnen und Malen unter freiem Himmel für Spione gehalten wurden. René Zechlin hat einen Text über meine recherchebasierte Arbeit beigesteuert.

Klappentext: Als der russische Spion Rudolph Abel (1903 – 1971) am 21. Juni 1957 in New York festgenommen wurde, fand man in seinem Atelier über 50 Ölgemälde. Er hatte unter der Tarnung eines Amateurkünstlers und -fotografen spioniert. Sein Lieblingsmotiv: einsame alte Männer in der Großstadt. Fabian Reiman hat für sein Buch »Amateur« in FBI-Archiven recherchiert, um sich einen Einblick in die Lebensumstände des Agenten zu verschaffen. Die Bilder, die das FBI vom Atelier und Schreibtisch des Künstlerspions anfertigte, zeugen von einer Existenz, die das Grundieren der Leinwand ebenso beherrschte wie das fachgerechte Basteln einer Wanze.

Die Publikation erschien anlässlich der Ausstellung »Amateur und Überflieger« im Kunstverein Hannover 2013.

116 Seiten, mit Abbildungen
geheftete Klappenbroschur
Leipzig / Hannover März, 2013
ISBN: 9783940064745
28,00 Euro

 

Freeman’s Journal #007

2007 James Bond

 

 

Die ehemaligen Kurzzeitliebschaften von James Bond, wie viele immer es waren, die nicht das Filmende erleben durften, wer weiss es wirklich, sind in chronologischer Reihenfolge der Filme bis zum Jahr 2007 zusammengestellt. Es waren so viele, dass es zwei Hefte wurden, aber im Durchschnitt 2,5 pro Film.

Freeman’s Journal 8

2006 John Carpenter

Stell Dir vor, die Welt ist eine Größe von Außerirdischen gelenkte Verschwörung, die zu willenlosen Konsumenten macht, Bus Dir die Augen geöffnet werden. In John Carpenters Verfilmung der Geschichte 8am „They Live“ sieht ein Bauarbeiter durch eine besondere Brille diese Weltverschwörung in Form von Befehltexten in ganz Los Angeles und in allen Medien. Fj 8 versammelt alle Texte in Form eines Magazins in der Größe eines Groschenromans.

Another Earth Catalog

2012 2014 Gegenkultur Kybernetik Whole Earth Catalog

Nach dem ich im Kunstverein Leipzig im Winter 2011 die Ausstellung „Die Zukunft hatte begonnen“ umgesetzt hatte arbeiten ich an dem übergeordneten Thema der Zukunftsutopie im 20. Jahrhundert weiter.

So kam ich zum „Whole Earth Catalogue“, der von 1968 bis 1972 erschien. In dieser Serie von Büchern wurden Produkte und Publikationen der Gegenkultur dieser Zeitvorgestellt. Kaufen konnte man nichts. Es sollte, wie der Untertitel lautete, den Zugang zu Werkzeugen – „Access to tools“ – für den Geist und Alltag geben.

Mit dem Förderpreis der Arthur Boskamp-Stiftung konnte ich 2012 die Arbeit an „Another Earth Catalog“ beginnen: Welche Ideen aus dieser Epoche salonfähig geworden sind, und welche als unsinnige oder unrealisierbare Visionen zu vergessenen oder toten Ideen zählen. Manche wurden in die Praxis umgesetzt, für andere war die Zeit vielleicht noch nicht so weit, oder wird eventuell nie kommen.

„Another Earth“ sollte eine Zeitmaschine werden, in der die Ideen aus der Vergangenheit als nostalgisch oder visionär erscheinen, es könnte eine Reise in die Zukunft vom Jahr 1969 aus sein.

Das Buch erschien 2012 und wurde recht erfolgreich.

Bald erschien eine zweite erweiterte Auflage. Die dritte ist in Vorbereitung.

EN
Gestaltung/ Design: Fabian Reimann
192 Seiten, Englisch,  fadengeheftete Broschur mit 171 Abbildungen
Spector Books, Leipzig 2012, 2014,
ISBN 978-3-940064-64-6
EUR 12.00

„Fabian Reimann nimmt den erstmals 1968 als umfassendes Verzeichnis für Werkzeuge zur Welt- und Selbstverbesserung publizierten »Whole Earth Catalog« als Ausgangspunkt für eine letzte Ausgabe seines seit über 10 Jahren betriebenen, bildessayistischen Egozines »freeman’s journal«.

Sein »Another Earth Catalog« besteht aus einer, nur durch einen persönlichen Text unterbrochenen, Bildfolge: Abbilder der Utopien der späten 1960er Jahre – dabei handelt es sich nicht nur um die im »Whole Earth Catalog« publizierten, sondern auch um andere visionäre Projekte aus jenen Jahren zwischen Kaltem Krieg und beginnender Postmoderne. Fabian Reimann folgt lose den fünf Kategorien des »Catalogs« (Understanding Whole Systems, Shelter and Land Use, Industry and Craft, Communications, Community, Nomadics and Learning) und verknüpft die Visionen der späten 1960er Jahre mit aktuellen Bildern, die Entwicklungen aufzeigen, die in den Fantasien jener Jahre ihren Ursprung haben.“

The Surveyor

2011 Anthony Blunt Denise van de Beek Jan Wenzel Spionage Stephanie Tasch

2009 wurde eine erste Fassung des Raumessays The Surveyor gezeigt. Bis dahin war viel Material zusammengekommen, das nicht in diese Ausstellunsgsituation passte. Das Medium für das Material war, das würde mir bald klar, ein Buch. So begann 2009 die gezielte Fortsetzung der Recherchen für ein Buch mit demselben Titel wie die Installtion. Darin wird die Ausarbeitung der Freedom of Information Act Materialen beschrieben, es enthält aber auch meine Abschriften des Bekennerschreibens aus dem Nachlass von Anthony Blunt. Ich konnte Stefanie Tasch, Denise van de Beek und Jan Wenzel als AutorInnen gewinnen.

Deutsch / Englisch
146 Seiten.
zahlreiche Abbildungen
ISBN:9783940064943
32,00 Euro

1979, Sir Anthony Frederick Blunt ist nicht mehr Sir. Der Grund dafür liegt weit zurück in Cambridge, wo er studierte. Dort kam er mit einem geheimen Kreis von Männern zusammen, jung und von glühender Leidenschaft für den Kommunismus. Später wurden sie bekannt als die Cambridge Five. Der erste von ihnen wurde 1951 enttarnt, der zweite ein Jahr später. Blunt war zu dieser Zeit Professor für Kunstgeschichte und Berater der Queen in Kunstangelegenheiten, er betreute die Gemäldesammlung der Windsors als Surveyor of the Queen’s Pictures. Französische und italienische Kunst waren sein Schwerpunkt, Poussin insbesondere. 1963 flog der dritte aus dem Kreis der Cambridge Five auf, er hatte sich wie schon die anderen nach Moskau abgesetzt. Blunts zweite Identität wurde ein Jahr darauf bekannt – aus Rücksicht auf die Queen aber nicht in die Öffentlichkeit getragen. Margaret Thatcher tat dies 15 Jahre später.