HYPERBODIES

2019 Berlin bücking&kröger

28.03.2019, 20.30 Uhr Premiere
29.-31.03.,:  20:30 Uhr

Uferstudios
Studio 1
Uferstr. 23
13357 Berlin

Wie manifestiert sich Pathos im Körper? Wie lassen sich pathetische Körperbilder produzieren, wie lassen sie sich unterlaufen und mit neuen Bildern und Bewegungen überlagern?
Mit ihrer neuen Produktion HYPERBODIES untersuchen bücking&kröger Phänomene des Pathos, der Schwülstigkeit und der Ãœbertreibung. In den letzten Jahren zu beobachtende Rede- und Auftrittsweisen zeigen, dass die große Geste wieder da ist oder nie weg war. Pathos scheint heute (wieder) eine politische Wirkungsmacht zu haben.
Im Zentrum der Arbeit der Choreograf*innen Florian Bücking und Raisa Kröger steht dabei der Körper als Träger kultureller und historischer Motive, sowie als Spiegel aktueller Probleme. Pathosformeln des Manierismus und manieristische Bilder von bewegten Körpern, gekennzeichnet durch groteske Ornamentik und verzerrte Körperproportionen, werden in Korrelation gesetzt zu den umgebauten, gebogenen, überladenen Körper auf der Bühne: Hyperkörper. Diese werden transformiert, schwellen an, kippen aus ihrer Form und zerfließen in überdimensionale schwülstige Gebilde, die ihre kraftvolle anziehende Wirkung offenbaren und zugleich darin entlarvt werden. Pathetische Bilder schwanken zwischen Feierlichkeit und Komik und werden so in ihrer Struktur aufgebrochen und unterwandert.

Konzept, Choreografie, Performance Florian Bücking, Raisa Kröger

Raum, Grafik Fabian Reimann
Musik Julius Born

Kostüm Michiel Keuper

Lichtdesign Martin Pilz

Produktionsdramaturgie Johanna Withelm
Produktionsassistenz Katharina Meyer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Lilly Schofield
Pressefotos und Dokumentation Mayra Wallraff

alle Fotos: Mayra Wallraff

Museum der Deutschen

2017 Bautzen friendly fire

Das „Museum der Deutschen, eine Zeitreise in die Zukunft“ war die zweite Zusammenarbeit mit der Performance-Gruppe friendly fire. Es geht von der Fiktion aus, die Deutschen wären verschwunden. Das Deutsch-sorbische Volkstheater in Bautzen ist für die Performance zum „Museum der Deutschen“ geworden. Das Publikum wird durch das gesamte Museum geführt, dessen Szene Einrichtung ist übernommen hatte.

„Willkommen in der Welt der Sorben! Seitdem DIE DEUTSCHEN verschwunden sind, ist wieder eine andere Zeit angebrochen: Die Lausitz hallt wider von sorbischen Liedern aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. So wie DIE DEUTSCHEN kamen, sind sie auch wieder gegangen und nur noch wenige Monumente und Dokumente erinnern an sie. Ja, fast kommen sie uns vor, als ob sie zu jenen Wesen und Gestalten gehören, die unsere Märchenwelt bilden und manch einer hat vielleicht in einer schwachen Stunde sogar daran gezweifelt, dass es DIE DEUTSCHEN je gegeben haben könnte. Passend zum 500sten Jahrestag des Verschwindens eröffnen wir deshalb: DAS MUSEUM DER DEUTSCHEN!“

Team: Melanie Albrecht, Michelle Bray, Theresa Jacobs, István Kobjela, Katharina Lorenz, Simmy Marwitz, Fabian Reimann, Jurij Schiemann, Madleńka Šołćic, Annekatrin Weber, Michael Wehren, Petra-Maria Wenzel, Lisa Zschornak

Premiere 21.09.2017  03. 10. 2017, 17 h
6.10. / 15.10. / 17.12.2017 ff

Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
Burgtheater Bautzen
Ortenburg 7
02625 Bautzen

TOOLS – a handjob

2017 Bückling & Kröger

„Jedesmal, wenn ein Organ – oder eine Funktion – sich von einer alten Verpflichtung befreit, erfindet es etwas Neues. Als die Pfote oder Hand durch den aufrechten Gang von der drückenden Last des Stützens oder Gehens befreit ist, verändert sie sich: sie wird zum Greiforgan und formt schließlich das Werkzeug“ (M. Serres).

Meine Arbeit „Hand Tool Interface“ und dessen Fragestellungen wurden Ausgangspunkt für das Duett „TOOLS – a hand job von Bückling & Kröger um sich sowohl mit den evolutionär bedingten Freiheiten, die mit dem aufrechten Gang einhergehen als auch mit körperlichen Verrichtungen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht in diesem Fall der Körper und seine Verwendung – körperliche Bewegungen und Verrichtungen als Artefakt.

Konzept, Choreografie and Performance: Florian Bücking und Raisa Kröger
Raum: Fabian Reimann
Sound: Julius Born
Produktionsdramaturgie: Johanna Withelm

 

 

Dank an: battleROYAL, Dock11

Premiere
16.06.2017 – Dock11, Berlin

weitere Vorstellungen

17.06.2017 – Dock11, Berlin

28.04.2018 – Garage, Fahrbereitschaft/Haubrok (Gallery Weekend), Berlin

29.04.2018 – Garage, Fahrbereitschaft/Haubrok (Gallery Weekend), Berlin

Dauer: 26 min. (inkl. Intro)

Narragonien

2016 Bückling & Kröger

Narragonien war de erste Zusammenarbeit mit Bückling & Kröger. Das Tanzstück hatte den Renaissance-Text „Das Narrenschiff“ von Sebastian Brandt als Grundlage, das kurz nach dem Columbus Amerika entdeckt hatte erschien. Narragonien ist das fiktives Land, in das sich die Besatzung des Narrenschiffs aufmacht. Im gleichnamigen Stück von bücking&kröger machen sich zwei Menschen auf zu neuen Ufern. Das Ziel gewiss, die Hoffnung groß. Bis all dies ins Stocken gerät.

Konzept, Choreografie and Performance: Florian Bücking und Raisa Kröger
Bühnenbild: Fabian Reimann
Komposition: Constantin Popp
Lichtdesign: Martin Pilz
Produktionsdramaturgie: Johanna Withelm

Premiere
04.03.2016 – Dock11, Berlin
weitere Vorstellungen
05.03.2016 – Dock11, Berlin
06.03.2016 – Dock11, Berlin
19.10.2016 – In Between Festival, Wroclaw/Polen
19.05.2017 – Antistatic Festival, Sofia/Bulgarien

 

 

Konzept, Choreografie and Performance: Florian Bücking und Raisa Kröger
Bühnenbild: Fabian Reimann
Komposition: Constantin Popp
Lichtdesign: Martin Pilz
Produktionsdramaturgie: Johanna Withelm

Gefördert durch das Bezirksamt Pankow – Fachbereich Kunst und Kultur, sowie ermöglicht durch Mittel der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten (Tanzstipendium 2015).

Premiere
04.03.2016 – Dock11, Berlin

weitere Vorstellungen
05.03.2016 – Dock11, Berlin
06.03.2016 – Dock11, Berlin
19.10.2016 – In Between Festival, Wroclaw/Polen
19.05.2017 – Antistatic Festival, Sofia/Bulgarien

Dauer: 52 min.

Pornographie der Emotionen

2017 Berlin Bückling & Kröger

Ballhaus Ost, Berlin
Premiere 21.09.2017:
weitere Vorstellungen
22., 23.09.2017

Konzept, Choreografie, Performance: Florian Bücking und Raisa Kröger
Musik, Komposition: Constantin Popp
Raum, Grafik: Fabian Reimann
Produktionsdramaturgie: Johanna Withelm
Dauer: 53 min.

 

Jenseits von Repräsentation und Drama untersuchen bücking&kröger die Körperlichkeit von Emotionen und stellen Annahmen von Selbstbildern, Lesbarkeit und Interpretation in Frage. Eine choreografische Arbeit über die Überhöhung und den Ausverkauf menschlicher Gefühle.