Warpig

2010 D21 Leipzig Odyssey

 

 

Das „Warpig“ könnte eine klare Anspielung auf Songs von Black Sabbath oder Figuren von Motörhead sein. In diesem Fall hat es auch einiges mit dem Beginn der Irrfahrten des Odysseus zu tun, dem seine berühmte Kriegslist voranging. Im Bauch der Holzskulptur läuft ein Video in einer Schleife, steigt man die Leiter hinauf kann man den Kopf dort hineinstecken und blickt in ein einäugiges, bärtiges Gesicht. Der Zyklop Polyphem in seiner Höhle spricht die sehnsüchtigen Gedanken des Odysseus aus der Monumentalverfilmung der Odyssee: „Ich weiss nicht, ich bin immer von Unruhe erfüllt. Ich glaube, es wohnen zwei Seelen in mir, die eine zieht mich zurück nach Haus und Herd, die andere auf das offene Meer – und das Abenteuer.“

Another  Freeman’s Journal – A Space Odyssey

2018 Leipzig Raumfahrt

Kurz nach der Veröffentlichung von The World Set Free würde ich eingeladen, einen Bildessay als Projektion zu entwickeln. Es sollte um Weltraum und Space Colonies und Poesie sich drehen. Man kann also sagen, genau mein Ding. Gezeigt wurde eine erste Fassung am 30.10.2018 auf der Leipziger Baumwollspinnerei im Rahmen der Veranstaltung „Houston, we have a Reading“

Hollywood Vision

2010 Godzilla

Es ist schon so, dass ich Godzilla für ein ganz besonderes Riesenmonster halte. Immerhin sind die Episoden und deren Anpassungen an die Veränderung der Welt mit nichts so vergleichbar wie der Serie der James Bond-Filme. 1954 erblickt Godzilla das Licht der Welt in Shigeo Hondas gleichnamigem Film. Das wahrscheinlich berühmteste Film-Monster neben King-Kong war ein Kassenschlager, der auch in den USA die Massen in die Kinosäle locken sollte. Doch dafür bedurfte es nicht nur einer Synchronisation sondern einiger weiterer Änderungen. Raymond Burr spielt den Journalisten Steve Martin, der als Hauptfigur in die Godzilla Geschichte eingeführt wird. In der Arbeit »Die Hollywood-Vision« sind ausschließlich die Zusatzszenen in ihrer Sinnfremdheit aneinander geschnitten. Es kommt auf eine Länge von 19 Minuten und 44 Sekunden. Der Film schliesst mit einem Monolog: »Mit der Vernichtung des Godzilla ist die Gefahr für uns alle nicht aus der Welt geschaffen. Wenn wir in maßloser Vermessenheit fortfahren, die Atomkraft zu missbrauchen kann es sein, dass Schlimmeres geweckt wird, kann es sein, dass grösseres Unheil über uns hereinbricht als dieser Godzilla.« Der Monolog wurde in der US-amerikanischen Version zu Gunsten einer Stimme aus dem Off gestrichen: »Give us strength to build up our beloved land. (…)«