Hello from the Children of the Planet Earth

2020 D21 Kunstraum Leipzig Raumfahrt Voyager

„In diesen merkwürdigen Zeiten dürfen auch wir unseren Kunstraum nicht öffnen. Viele Künstler:innen können ihre Werke nicht zeigen. Hier wollen wir als Kunstraum ein wenig Abhilfe schaffen. Im Rahmen unseres Jahresprogramms Kontaktaufnahmen haben seit dem 13. April lokale Künstler:innen wöchentlich wechselnd die Möglichkeit, ihre Arbeit in einem Schaufenster des D21, dem sogenannten “Kontaktfenster”, zu präsentieren.“

Als dritte Bespielung des „Kontaktfensters“ zeigt Fabian Reiman ein Sampling von Arbeiten 2006 bis 2020, in denen es um die Kontaktaufnahmen zu fremden Planeten geht.

Text im Schaufenster

Hallo!

Das ist eine durchsichtige Wand, vor der Du stehst. Du bist draußen und schaust rein. So ist das bei einem Schaufenster. In diesem Schaufenster des D 21 Kunstraums siehst Du eine Ausstellung von Arbeiten, in denen es um Nachrichten von einem fernen Stern geht. Der Planet heißt Erde. Und deren Bewohnerinnen und Bewohner grüßen Dich auf Deinem Planeten. Wir hoffen, bald ins All zu Dir starten zu können und möchten heute schon Kontakt aufnehmen.

Viel Glück

Fabian Reimann

Rosebuds – Hidden Stories of Things

2017 Bronzino Buch D21 Kunstraum Leipzig Kybernetik Medienarchäologie Zerrspiegel

Die Ausstellung wurde von einer Publikation begleitet, in der alle Teilnehmenden in wenigen Worten ein oder mehrere Objekte vorstellten, die in der Ausstellung gezeigt wurden.
Von mir kam ein Text über den Zerrspiegel und das Verhältnis von Selfies, einfachen Bildbearbeitungseffekten und Malerei des Manierismus. Ein zweiter Text setzt Form und Gebrauch von Schiefertafeln mit Tablets ins Verhältnis.

48 Seiten
BoD – Books on Demand
978-3-74604989-2

Warpig

2010 D21 Kunstraum Leipzig Odysseus Polyphem

 

 

Das „Warpig“ könnte eine klare Anspielung auf Songs von Black Sabbath oder Figuren von Motörhead sein. In diesem Fall hat es auch einiges mit dem Beginn der Irrfahrten des Odysseus zu tun, dem seine berühmte Kriegslist voranging. Im Bauch der Holzskulptur läuft ein Video in einer Schleife, steigt man die Leiter hinauf kann man den Kopf dort hineinstecken und blickt in ein einäugiges, bärtiges Gesicht. Der Zyklop Polyphem in seiner Höhle spricht die sehnsüchtigen Gedanken des Odysseus aus der Monumentalverfilmung der Odyssee: „Ich weiss nicht, ich bin immer von Unruhe erfüllt. Ich glaube, es wohnen zwei Seelen in mir, die eine zieht mich zurück nach Haus und Herd, die andere auf das offene Meer – und das Abenteuer.“

2017 2018 Constant Dullaart D21 Kunstraum Leipzig Elli Kuruş Francis Hunger Geert Lovink Georg Trogemann Hans-Christian Dany Honey Biba Beckerlee Kybernetik Lena Brüggemann Lisa Parks Marie-Eve Levasseur Mark Fridvalszki Morehshin Allahyari Olia Lialina Paul DeMarinis Ryan S. Jeffery Tris Vonna-Michell

28. 12. 2017 – 28. 01. 2018 
Eröffnung 28. 12. 2017, 19h

D21 Kunstraum Leipzig
Demmeringstraße 21
04177 Leipzig

mit
Morehshin Allahyari, Honey Biba Beckerlee, Hans-Christian Dany, Paul DeMarinis, Constant Dullaart, Mark Fridvalszki, Francis Hunger, Ryan S. Jeffery, Elli Kuruş, Marie-Eve Levasseur, Olia Lialina, Geert Lovink, Lisa Parks, Fabian Reimann, Georg Trogemann, Tris Vonna-Michell

Symposium 
27. 01. 2018, 10 – 17 h
mit
Hans-Christian Dany, Olia Lialina, Zsolt Miklósvölgyi

kuratiert von
Lena Brüggemann, Francis Hunger, Fabian Reimann

Lena, Francis und ich wollten, alle mit unseren unterschiedlichen Hintergründen künstlerischer und kuratorischer Arbeit, eine Sammlung von Dingen erstellen, die Mediengeschichte erzählt. Diese alleine ist so komplex, dass wir oft sprachen und diskutierten. Wir kamen zu der Möglichkeit, eine Ausstellung von persönlichen Objekten siebzehn internationalen Künstler_innen und Theoretiker_innen zusammenzutragen.
Die Gäste und wir selbst schrieben die Geschichten dieser Dinge auf, die in der Ausstellung zu sehen waren: SIM-Karten, Selfie-Sticks, ein Highschool-Jahrbuch, eine Bomberjacke oder eine Hochzeitstorte In dem Symposium zum Ende der Ausstellung sprachen und diskutierten Hans-Christian Dany, Olia Lialina und Zsolt Miklósvölgyi zu künstlerischer Praxis, Medienarchäologie und mehr.