Warpig

2010 D21 Leipzig Odyssey

 

 

Das „Warpig“ könnte eine klare Anspielung auf Songs von Black Sabbath oder Figuren von Motörhead sein. In diesem Fall hat es auch einiges mit dem Beginn der Irrfahrten des Odysseus zu tun, dem seine berühmte Kriegslist voranging. Im Bauch der Holzskulptur läuft ein Video in einer Schleife, steigt man die Leiter hinauf kann man den Kopf dort hineinstecken und blickt in ein einäugiges, bärtiges Gesicht. Der Zyklop Polyphem in seiner Höhle spricht die sehnsüchtigen Gedanken des Odysseus aus der Monumentalverfilmung der Odyssee: „Ich weiss nicht, ich bin immer von Unruhe erfüllt. Ich glaube, es wohnen zwei Seelen in mir, die eine zieht mich zurück nach Haus und Herd, die andere auf das offene Meer – und das Abenteuer.“

2017 2018 D21 Leipzig Francis Hunger Kybernetik Lena Brüggemann

 

 

 

 

28. 12. 2017 – 28. 01. 2018 
Eröffnung 28. 12. 2017, 19h

D21 Kunstraum Leipzig
Demmeringstraße 21
04177 Leipzig

mit
Morehshin Allahyari, Honey Biba Beckerlee, Hans-Christian Dany, Paul DeMarinis, Constant Dullaart, Mark Fridvalszki, Francis Hunger, Ryan S. Jeffery, Elli Kuruş, Marie-Eve Levasseur, Olia Lialina, Geert Lovink, Lisa Parks, Fabian Reimann, Georg Trogemann, Tris Vonna-Michell

Symposium 
27. 01. 2018, 10 – 17 h
mit
Hans-Christian Dany, Olia Lialina, Zsolt Miklósvölgyi

kuratiert von
Lena Brüggemann, Francis Hunger, Fabian Reimann

Lena, Francis und ich wollten, alle mit unseren unterschiedlichen Hintergründen künstlerischer und kuratorischer Arbeit, eine Sammlung von Dingen erstellen, die Mediengeschichte erzählt. Diese alleine ist so komplex, dass wir oft sprachen und diskutierten. Wir kamen zu der Möglichkeit, eine Ausstellung von persönlichen Objekten siebzehn internationalen Künstler_innen und Theoretiker_innen zusammenzutragen.
Die Gäste und wir selbst schrieben die Geschichten dieser Dinge auf, die in der Ausstellung zu sehen waren: SIM-Karten, Selfie-Sticks, ein Highschool-Jahrbuch, eine Bomberjacke oder eine Hochzeitstorte In dem Symposium zum Ende der Ausstellung sprachen und diskutierten Hans-Christian Dany, Olia Lialina und Zsolt Miklósvölgyi zu künstlerischer Praxis, Medienarchäologie und mehr.