Rosebuds – Hidden Stories of Things

2017 Bronzino Kybernetik Medienarchäologie Zerrspiegel

 

 

Die Ausstellung wurde von einer Publikation begleitet, in der alle Teilnehmenden in wenigen Worten ein oder mehrere Objekte vorstellten, die in der Ausstellung gezeigt wurden.
Von mir kam ein Text über den Zerrspiegel und das Verhältnis von Selfies, einfachen Bildbearbeitungseffekten und Malerei des Manierismus. Ein zweiter Text setzt Form und Gebrauch von Schiefertafeln mit Tablets ins Verhältnis.

48 Seiten
BoD – Books on Demand
978-3-74604989-2

2017 2018 D21 Leipzig Francis Hunger Kybernetik Lena Brüggemann

 

 

 

 

28. 12. 2017 – 28. 01. 2018 
Eröffnung 28. 12. 2017, 19h

D21 Kunstraum Leipzig
Demmeringstraße 21
04177 Leipzig

mit
Morehshin Allahyari, Honey Biba Beckerlee, Hans-Christian Dany, Paul DeMarinis, Constant Dullaart, Mark Fridvalszki, Francis Hunger, Ryan S. Jeffery, Elli Kuruş, Marie-Eve Levasseur, Olia Lialina, Geert Lovink, Lisa Parks, Fabian Reimann, Georg Trogemann, Tris Vonna-Michell

Symposium 
27. 01. 2018, 10 – 17 h
mit
Hans-Christian Dany, Olia Lialina, Zsolt Miklósvölgyi

kuratiert von
Lena Brüggemann, Francis Hunger, Fabian Reimann

Lena, Francis und ich wollten, alle mit unseren unterschiedlichen Hintergründen künstlerischer und kuratorischer Arbeit, eine Sammlung von Dingen erstellen, die Mediengeschichte erzählt. Diese alleine ist so komplex, dass wir oft sprachen und diskutierten. Wir kamen zu der Möglichkeit, eine Ausstellung von persönlichen Objekten siebzehn internationalen Künstler_innen und Theoretiker_innen zusammenzutragen.
Die Gäste und wir selbst schrieben die Geschichten dieser Dinge auf, die in der Ausstellung zu sehen waren: SIM-Karten, Selfie-Sticks, ein Highschool-Jahrbuch, eine Bomberjacke oder eine Hochzeitstorte In dem Symposium zum Ende der Ausstellung sprachen und diskutierten Hans-Christian Dany, Olia Lialina und Zsolt Miklósvölgyi zu künstlerischer Praxis, Medienarchäologie und mehr.

 

Another Earth Catalog

2012 2014 Gegenkultur Kybernetik Whole Earth Catalog

Nach dem ich im Kunstverein Leipzig im Winter 2011 die Ausstellung „Die Zukunft hatte begonnen“ umgesetzt hatte arbeiten ich an dem übergeordneten Thema der Zukunftsutopie im 20. Jahrhundert weiter.

So kam ich zum „Whole Earth Catalogue“, der von 1968 bis 1972 erschien. In dieser Serie von Büchern wurden Produkte und Publikationen der Gegenkultur dieser Zeitvorgestellt. Kaufen konnte man nichts. Es sollte, wie der Untertitel lautete, den Zugang zu Werkzeugen – „Access to tools“ – für den Geist und Alltag geben.

Mit dem Förderpreis der Arthur Boskamp-Stiftung konnte ich 2012 die Arbeit an „Another Earth Catalog“ beginnen: Welche Ideen aus dieser Epoche salonfähig geworden sind, und welche als unsinnige oder unrealisierbare Visionen zu vergessenen oder toten Ideen zählen. Manche wurden in die Praxis umgesetzt, für andere war die Zeit vielleicht noch nicht so weit, oder wird eventuell nie kommen.

„Another Earth“ sollte eine Zeitmaschine werden, in der die Ideen aus der Vergangenheit als nostalgisch oder visionär erscheinen, es könnte eine Reise in die Zukunft vom Jahr 1969 aus sein.

Das Buch erschien 2012 und wurde recht erfolgreich.

Bald erschien eine zweite erweiterte Auflage. Die dritte ist in Vorbereitung.

EN
Gestaltung/ Design: Fabian Reimann
192 Seiten, Englisch,  fadengeheftete Broschur mit 171 Abbildungen
Spector Books, Leipzig 2012, 2014,
ISBN 978-3-940064-64-6
EUR 12.00

„Fabian Reimann nimmt den erstmals 1968 als umfassendes Verzeichnis für Werkzeuge zur Welt- und Selbstverbesserung publizierten »Whole Earth Catalog« als Ausgangspunkt für eine letzte Ausgabe seines seit über 10 Jahren betriebenen, bildessayistischen Egozines »freeman’s journal«.

Sein »Another Earth Catalog« besteht aus einer, nur durch einen persönlichen Text unterbrochenen, Bildfolge: Abbilder der Utopien der späten 1960er Jahre – dabei handelt es sich nicht nur um die im »Whole Earth Catalog« publizierten, sondern auch um andere visionäre Projekte aus jenen Jahren zwischen Kaltem Krieg und beginnender Postmoderne. Fabian Reimann folgt lose den fünf Kategorien des »Catalogs« (Understanding Whole Systems, Shelter and Land Use, Industry and Craft, Communications, Community, Nomadics and Learning) und verknüpft die Visionen der späten 1960er Jahre mit aktuellen Bildern, die Entwicklungen aufzeigen, die in den Fantasien jener Jahre ihren Ursprung haben.“