Leichter als Luft

2019 Warburg-Universum Zeppeline

2018 hatte ich im Jahresmagazin des Landesverband Bildende Kunst, Sachsen, den Bildessay „Leichter als Luft“ veröffentlicht. Der thematische Rahmen war „Original und Kopie“. 2019 wurde ich zu der Ausstellung „PARADIGMA Blickwechsel – copyright“ eingeladen. Dies wohl vor allem wegen der Aufmersamkeit auf „Leichter als Luft“. Es lag nahe, diesen Bildessy aufzugreifen, um daraus eine narrative Installation zu entwickeln, die sich mit dem Verhältnis zu den eigenen Quellen auseinandersetzt. So entstand eine Wunderkammer, ein Archiv, eine räumliche Quellensammlung zu dem Thema „Leichter als Luft — Weltfahrten“, Reisen durch das Warburg-Universum.

 

 

 

 

Schienenzeppelin

2012 Eisenbahn Zeppeline

Franz Krukenberg war der Ingenieur, der 1929 einen Zeppelin zur Eisenbahn machte und damit den schnellsten Zug seiner Zeit fertig stellte. Zur Serienproduktion kam es nicht. Der Schienenzeppelin wurde 1939 verschrottet.

Von diesem Schienenzeppelin aus Hannover berichtet ein Stummfilm in Standbildern. Die Texttafeln sind dem 1933 erschienenen propagandistischen Buch „Männer deutscher Tat entnommen“.

 

Leichter als Luft — Weltfahrten

2018 Aby Warburg Zeppeline

Ein Bildessay für das Jahresmagazin des Landesverband Bildende Kunst, Sachsen, 2018, mit einem begleitenden Text zu den Bildstrecken:

Wir tauchen ein, wir heben ab. Buckle up! Es geht auf zu einer neuen Reise ins Warburg-Universum. Dieses ist analog zu Marshall McLuhans Terminus der „Gutenberg-Galaxis“ gewachsen. Meine Arbeit wird mit meistens vorgefundenen Bildern charakterisiert: Bilder des kollektiven Gedächtnisses, deren Kontextverschiebung durch Bildkombinationen und Analogien zu Bildessays werden.
Aby Warburgs „Bildatlas Memnosyne“ setzt eine historische Marke für die Vieldimensionalität der visuellen Welt gegenüber der eindimensionalen Linearität sprachlicher Narration.
Warburgs Bilderatlas ist Ausgangspunkt des vorliegenden Bildessays, der mit einer Reproduktion der dritten Tafel des Bilderatlas beginnt. Wir sehen darauf Abbildungen von Planetenbahnen, dem Mars und von Luftschiffen. Ich zoome heran, aus dem Buch heraus, auf das Luftschiff „Graf Zeppelin“, das 1929 auf Weltreise war. In diesem Jahr hat Warburg seinen Bilderatlas erstmals in der kunsthistorischen Biblioteca Hertziana in Rom vorgestellt (allerdings ohne diese „Tafel C“). Im Verlauf meines Essays werden wir der Luftschifffahrt und deren Mythenbildung durch Originale, Inszenierungen, Interpretation, Dopplungen und Fälschungen, Fiktion und deren Gegenteil begegnen. Die
Bilder stammen von meinen Reisen nach Rom und Olevano Romano, Prag, Friedrichshafen, sowie aus Büchern und Filmen und aus dem Internet.