A-Spies

2005-2007 Spionage

Ich hatte zu dem Kunsthistoriker Anthony Blunt, der ein Spion war, geforscht, woraus „The Surveyor“ entstanden ist. Ein Spion ist nie allein.

Von Blunt aus kam ich auf sein kleines Netzwerk der Cambridge Five, das sich immer mehr verzweigte in ein großes Netz der Spionage in der Zeit des Kalten Krieges.

Dieses Netzwerk kann man mit Namen und deren Verbindungen veranschaulichen. Aber wie zeigt man nun Spione selbst? Genaus genommen, fragte ich Michaels, kann ich Spione gar nicht sehen, oder, wieder genau genommen, nicht. Als solche erkennen. Selbst wenn ich die Gesichter ganz genau betrachte, ich sehe es ihnen nicht an. Nach zahlreichen Experimenten mit dem Ziel, die Spione zu zeigen, habe ich einen Weg gewählt, nichts auf ein Blatt aufzutragen. Die Gesichter der Spione sind bei ganz genauem hinsehen nur aus wenigen Betrachtungswinkeln zu erkennen. Die Bilder sind doch das Setzen von Hunderten von  Löchern entstanden, wie ein Lochcode.