Das geteilte Wissen

2014 Deutsche Nationalbibliothek

 

 

Der Raumessay „Das geteilte Wissen“ von Fabian Reimann besteht aus drei unterschiedlichen Werkgruppen, in denen er sich auf der Grundlage eigener Erfahrungen mit dem Thema „Deutsche Nationalbibliothek“ beschäftigt:

„Als ich 1993 in jugendlichem Übermut einen belletristischen Verlag mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Lyrik gründete war mir nicht klar, dass dieses Unternehmen wirtschaftlich untragbar sein würde. Mir war genau so wenig klar, aus welchem Grund von jedem Buch zwei Exemplare pflichtgemäß nach Frankfurt am Main und nach Leipzig zu liefern gewesen sind. Das wurde mir später dann vollkommen klar.“

Zwei Jahren lang beschäftigte ich mich bis 2014 intensiv mit der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und Frankfurt am Main. Die Geschichte dieses „Speichers deutschen Schrifttums“ an den beiden Standorten zeigen stellvertretend die kulturellen Auswirkungen des Kalten Krieges und der deutschen Teilung. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs existierten in Westdeutschland erhebliche Zweifel an einer zukünftigen Kooperation mit den Sowjets. Schon 1946 wurde in Frankfurt am Main deshalb – unter erheblichen Protesten aus Leipzig – die „Deutsche Bibliothek“ als Pendant zur „Deutschen Bücherei“ in der sogenannten Sowjetischen Besatzungszone gegründet.

Die Werkgruppen sind

Le tour

Another Earth Catalog katalogisiert

Gedächtnis Reinigung